Das Kennenlernen und Zusammenkommen

Das Kennenlernen
 
 

Unsere Geschichte ist wirklich wie eine aus dem Buche, finde ich...
Meine grösste Leidenschaft ist das Singen. Irgendwann hielt das Karaokesingen in Bern Einzug. Als ich es für mich entdeckte im Nelson-Pub in Bern war grad das Jahr 2002. Ich fand das noch recht interessant, bis dato hatte ich immer nur in Bands gesungen und so hatte ich die Möglichkeit alleine auf der Bühne zu stehen und solo zu singen. Und mit Karaokeaufnahmen konnte ich überall singen, ohne grossen Aufwand, den eine Band mit sich bringt.
Wann immer ich konnte ging ich donnerstags ins Nelson in Bern Karaoke singen. Dort fiel mir ein junger Mann auf, der eine wahnsinnig schöne Stimme hatte (er hat sie natürlich immernoch!). Das war Yogi! Das Erste, was ich von ihm vernahm, war seine Stimme. Mein Blick wanderte sofort zur kleinen Anhöhung, welche die Bühne darstellte, und ich sah ihn. Ich fand, "hm, nicht nur eine gute Stimme, er sieht auch noch gut aus!"

Unsere Blicke haben sich immer wieder getroffen, aber ich traute mich nie ihn anzusprechen, weil er immer inmitten einer Horde Frauen stand... Da war es für mich naheliegend zu denken, dass eine davon seine Freundin ist. Aber dem war nicht so, wie ich dann zu einem späteren Zeitpunkt erfuhr. Sonst bin ich nämlich kein Kind von Traurigkeit und gehe problemlos auf die Leute zu.
Dieses Spiel wiederholte sich einige Donnerstage, sicher über ein halbes Jahr lang... auch er traute sich nicht mich anzusprechen.
Eines Donnerstagabends betrat eine Kollegin von ihm die "Bühne" und sagte ihr Lied mit den Worten an: "dä Song isch ä Abschiedssong füre Yogi wo nächst Wuche für äs haubs Jahr uf Australie geit!" Ich fiel aus allen Wolken, dachte schon, ich sehe ihn vielleicht niewieder... in einem halben Jahr kann sehr viel passieren... Aber ich traute mich wieder nicht ihn anzusprechen. So auch er.

Während Yogis Auslandaufenthalts ging ich noch immer ab und zu donnerstags ins Nelson, aber nicht mehr so oft wie vorher. Meine Hauptmotivation, nebst dem Singen, war ja nicht mehr da...

Ende Dezember ging ich eines Abends mit einem guten Freund eins trinken. Auf einmal fällt mir eine Person auf, die mir bekannt vorkam - es war Yogi! In mir keimte eine riesen Freude auf, weil ich wusste, er war zurück aus Australien!! Ich versuchte immer unfauffällig in seine Richtung zu blicken und ab und zu trafen sich unsere Blicke... Mich durchfuhr ein mega schönes Gefühl, wie ein Blitz... Ich unternahm aber nichts, da er wieder mit einigen Freunden anwesend war und ich mir nicht vor all den Leuten einen eventuellen Korb holen wollte, und ich war ja selber nicht alleine da... Aber ich hoffte ihn baldmöglichst im Nelson wieder zu sehen.

Und schon wurde das Jahr 2003 eingeläutet und mein Geburtstag, 16. Januar, nahte. Ich war da schon ein weilchen nicht mehr singen gegangen. Da mein Geburi per Zufall auf einen Donnerstag fiel, wollte ich unbedingt singen gehen an diesem Tag! Ich versuchte einen Freund zu mobilisieren mich zu begleiten... Glücklicherweise sagte dieser Freund zu und so stand ich am abend meines Geburtstages im Nelson und hoffte Yogi anzutreffen. Auch hatte ich mir fest vorgenommen es doch endlich mal zu wagen ihn anzusprechen!
Und siehe da, er kam tatsächlich!!! Wieder wurden etliche Blicke ausgetauscht, aber ich traute mich irgendwie doch nicht... Als ich dann müde war, gab ich noch einen Song ab den ich singen wollte, danach wollte ich dann nach Hause gehen. Als ich dann an der Reihe war sage ich ins Mikrofon, das ist mein letztes Lied für heute und legte los. Als ich zu ende gesungen hatte und von der "Bühne" runter wollte, kam plötzlich Yogi auf mich zu und sprach mich an... *schmacht* Er fragte mich nach meiner Telefonnummer und zwar mit folgenden Worten: "würdest du mir deine Telefonnummer geben, insofern dein Begleiter nicht dein Freund ist." Ich schrie beinahe, "nein, nein, er ist sicher nicht mein Freund, ich bin solo!" Gleich anschliessend fragte ich ihn, ob er mir denn einen Stift und ein Papierchen hätte, um die Nummer aufzuschreiben, merkte in meiner ganzen Aufgeregtheit nichtmal, dass ich grad neben einem rieeeeeesen Stapel Papierchen und einem Haufen Stifte stand (die waren dort damit man die Songs notieren konnte, welche man singen wollte)! Als ich es endlich schnallte, dass ich beides grad neben mir habe, nahm ich ein Kärtchen und einen Stift und versuchte meine Handy-Nummer aufzuschreiben. Das war gar nicht so einfach, ich war sooooooo nervös, dass meine Hand total zitterte. Aber ich schaffte es! Und er versprach sich am nächsten Tag bei mir zu melden.

 
 
Das Zusammenkommen auf der nächsten Seite!